"In diesem Körper [...] existiert etwas, der wahre Mensch ohne Rang und Namen, das wahre Ich mit absoluter Freiheit, das nirgendwo haftet."

Zen-Meister Rinzai

 

„Verstehen ist Liebe.“

Thich Nhat Hanh

 

„Diese Praxis: Furchtlos die zu sein, die wir sind – genau die Person, die wir auf natürliche Weise sind,  ohne Affektiertheit oder Angeberei – erfordert eine große Integrität und ebenso große Demut.“

Maurine Stuart

Lings Frage
China, wahrscheinlich 9. Jahrhundert
(Buch: Das verborgene Licht)
LING XINGPO suchte Meister Fubei Heshang auf, um ihm ihre Ehrerbietung zu erweisen. Sie saßen zusammen und tranken Tee, und sie fragte ihn: „Wenn kein wahres Wort gesprochen werden kann, wie sehr Ihr Euch auch bemüht, wie wollt Ihr dann lehren?“
Fubei sagte: „Fubei hat nichts zu sagen.“
Ling gab sich damit nicht zufrieden.
Sie schob die rechte Hand in den linken, die linke in den rechten Ärmel ihrer Robe und rief: „Selbst in einem blauem Himmel gibt es schweres Leid!“
Wieder hatte Fubei nichts zu sagen.
Ling sagte: „Mensch sein heißt im Unglück leben.“
AKTUELL!!!

Sitzen und Beten für unsere Rohingya Schwestern und Brüder:
Sonntag, 10.09.2017, 20-22 Uhr (oder länger durch die Nacht)
Ort: Dana-Zendo Monika Jion Winkelmann, Euard-Otto-Straße 4, Bonn-Kessenich
Texte/Gebete/Snacks/Kissen bitte mitbringen!
Anmeldungen, wenn möglich, bei Monika 0163-2695423, m.winkelmann-schreiben@web.de
Wir freuen uns auf Dich!

Herzlich willkommen in der „Ohne Rang und Namen Sangha“, Bonn!

“Selbst in einem blauen Himmel verbirgt sich immenses Leid! ”
(aus dem Koan: “Lings Frage”, Das verborgene Licht, von F. Caplow und Susan Moon (Hrsg.) ,
100 Geschichten erwachter Frauen aus 2500 Jahren, betrachtet von (Zen-) Frauen heute, edition steinreich Berlin 2016).

Das oben genannte Zitat aus einem Koan führt Dich mitten hinein in unsere Praxis und unser Studium!

Wir üben mit dem Rinzai-Zen Lehrer, Genjo Marinello, einem Abt aus Seattle, USA. Mit ihm begann ich mein Studium. Genjo ist Dharma-Erbe seiner Linie und  Zen-Priester (Osho).  2012 habe ich ihn während meines dritten Zeugnis-Ablegen-Retreats („Bearing-Witness-Retreat“) in Auschwitz kennen gelernt. Zu jener Zeit, im November, waren wir stärker konzentriert auf das „schwere Leid“, weinend und manchmal schreiend angesichts des Leides, das wir einander zufügen können.

Wir brauchen wirklich Praxis und Übung, um sowohl willens wie fähig zu sein, den blauen Himmel in all dem Leiden dieser Welt zu sehen. Ich heiße Monika Jion [„Jion“ ist ein japanischer Name und bedeutet: Klang des Mitgefühls]. Jion ist mein Dharma-Name, der mir während zwei Laien-Ordinations-Zeremonien verliehen wurde.  2011 erhielt ich die Gelübde von Barbara Wegmüller, Roshi, und 2014, in meinem Mutter-Tempel Chobo-Ji, von Genjo Marinello, Osho.

Ich lud meinen Lehrer nach Bonn ein,  wo er seitdem drei 5-Tage-Sesshins (Retreats) und Dharma-Dialoge/-Vorträge sowie Mini-Sesshins angeboten hat. Schon nach dem ersten erfolgreichen Sesshin in Hof Kuppen im Siegerland, mit 14 Teilnehmern und Teilnehmerinnen in 2015, begannen wir mit einer Rinzai-Studien-Gruppe und Zazenkais, das sind Praxis-Tage, vierteljährlich. Nach einer kurzen Zeit akzeptierte Genjo unseren Vorschlag, gegen Ende des Übungstages mit uns zu skypen, so dass wir ihm unsere Fragen stellen oder Kommentare zum gehörten Dharma-Vortrag stellen konnten. Wir sind sehr motiviert und treffen uns neben der täglichen Praxis seit Beginn 2016 alle zwei Monate zu einem Zen-Praxis-Tag: Mit einer Einführung in Rinzai-Zen; einem informellen Frühstück/Brunch, zu dem Freunde mitgebracht werden können. Der offizielle Teil des Praxis-Tages geht von 13-19 Uhr.

Seit einiger Zeit bieten wir wöchentlich Meditations-Zeiten an: Unentbehrliche Schritte auf dem Weg zur Sangha, welche jetzt im September 2017 fortgesetzt werden.

Das Beste ist: Nach Genjo’s starkem, wunderbaren Sesshin im Februar diesen Jahres (2017), empfinden wir uns mehr als Sangha und nannten diese nach einem Spruch unseres berühmten Vorfahren und Zen-Meisters Rinzai: „Ohne Rang und Namen Sangha“.

Was bedeutet das für uns?

Wir sind jetzt dabei, das noch genauer herauszufinden. Aber ich weiß, was es für mich bedeutet, in diesem Moment, in diesem Lebensabschnitt:
Wir bekennen uns zu Verschiedenheit und verpflichten uns zu Harmonie. Wir wollen untersuchen, wie sich dies manifestieren kann. Wir haben den Anspruch, dass jede teilnehmende Person, jedes Mitglied, willkommen ist und sich auch so fühlt: Frei von Titeln, Positionen in der „Welt“, Alter, biologischem und soziologischem Geschlecht, Zugehörigkeit zur Gruppe, „Posten“ (Du wirst noch erfahren, was es mit diesem Begriff im „Rinzai-Zen“ auf sich hat). Ferner haben wir den Anspruch, dass wir uns nicht als irgendwie höherstehend als Mutter Erde und die Elemente begreifen, Tiere und Pflanzen eingeschlossen. Wir sind hier auf diesem Planeten, um alle auf unsere Weise dem Leben zu dienen.

Wir erkennen, dass wir nach neuen Wegen suchen müssen, um struktureller Gewalt auf friedliche Weise zu begegnen. Hierbei leisten soziale und spirituell orientierte Bewegungen wie ZenPeacemakers, Ecodharma und viele andere schon einen nennenswerten Beitrag. Dies betrifft die kollektive Ebene der Heilung/Transformation.

Auf der individuellen Ebene der Heilung/Transformation wollen wir Gewaltfreie Kommunikation, Kreisarbeit, Heilung unseres „Inneren Kindes“, Schattenarbeit und kunsttherapeutische Verfahren im weitesten Sinne anwenden.

Wir tun dies in dem Wissen, wie Ling ebenfalls in dem obengenannten Fall aus dem neunten Jahrhundert sagt:

„Menschsein bedeutet, im Leiden zu sein.“

Wir bemühen uns darum, dies zu akzeptieren, in der Tiefe, es einzuatmen, und diese Unglücke zu unserem Lehrer zu machen.

Wir bieten an:

  • Jeden Januar oder Februar ein 5-Tages-Sesshin mit Genjo, Osho, nah bei Bonn, und mehr…
  • Einführung in Rinzai-Zen: Alle zwei Monate, ab Januar monatlich
  • Zazenkais mit Teisho (Podcast) von Genjo und einen Life-Kontakt mit ihm mittels Skyping: z.Zt. noch alle zwei Monate
  • Wöchentliche Meditation (Zazen),  Montags (regelmäßig), mit Nikola Dedes
  • Buch-Studien-Gruppe „Mumonkan“: Donnerstags (unregelmäßig, bitte unter „Termine“ nachschauen)
  • „Das Verborgene Licht“: Buch-Studien-und Workshop-Projekt, ab 2018
  • Andere Projekte wie: Leben-und-Sterben-Workshop-Projekt, Gewaltfreie Kommunikation

Bitte schau‘ auf unserer Homepage nach unseren aktuellen Angeboten

NEU: Spirituelle Beratung und Begleitung: Beginn September 2017, mit Monika Jion (Termine bitte vereinbaren)

Für alle Angebote bitten wir um eine Spende. Workshops benötigen Honorare wegen der intensiveren Vor- und Nachbereitung und der Materialien. Niemand soll sich ausgeschlossen fühlen wegen der Höhe der Kosten! Wir halten uns streng an diesen Grundsatz. Es gibt andere wichtige Grundsätze, die Du auf der Zen-Peacemaker Seite kennen lernen wirst.

Wir sind neugierig, Dich kennen zu lernen! Probiere uns aus, mach‘ mit! Bereichere uns mit Deiner Kreativität, Deinen „Zutaten“, und mit Deiner Menschlichkeit!

 

Mit einer tiefen Verbeugung:

Monika Jion
Leiterin der Ohne Rang und Namen Sangha, Bonn
Zen Peacemaker Kreis-Steward
Mitglied des Zen Peacemaker Ordens
Koordinatorin von Sesshins & mehr mit Genjo Marinello Osho in Deutschland
Spirituelle Beratung & Begleitung
Giraffen-Hotline (GfK-Beratung in Notfällen)
Freundin des „Duwamish Longhouse“, Seattle

Meine Gebetskette (Mala) mit den Namen meiner UnterstützerInnen für vier Auschwitz-Zeugnis-Ablegen-Retreats (von insgesamt fünf Retreats dort)

Monika Jion

Zen-begeistert

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Sesshin in Deutschland mit Genjo Marinello Osho

ZEN ALS WEG ZU EINEM OFFENEN, FÜRSORGLICHEN HERZEN
Mini-Sesshin + 5-Tage-Sesshin mit Einführungs-Council für alle am 22.01.2018 um 17:30 Uhr
Kurssprache ist Englisch, Übersetzung wird angeboten.

Mini-Sesshin: Montag, 22.01.2018, 17.30 Uhr – Dienstag, 23.01.2018, 16 Uhr (6-16 Uhr), Teilnahme nur am Mini-Sesshin ist möglich. Anreise im Waldhaus ab 16 Uhr
5-Tage-Sesshin: Montag, 22.01.2018, 17.30 Uhr – Samstag, 27.01.2018, 14 Uhr

Ausführlicher Flyer

…mit der Gebetskette (Mala) meiner diesjährigen UnterstützerInnen (Seattle Summer-Sesshin 2017)

Auf den roten Bändchen an der Gebetskette stehen die Namen meiner Unterstützer für das Bosnien-Retreat

Auf den orangen Bändchen stehen die Namen der UnterstützerInnen für das Straßen-Retreat in Paris, die gelben symbolisieren die amerikanischen Freunde, die für meinen USA-Aufenthalt mit gesorgt haben.