"In diesem Körper [...] existiert etwas, der wahre Mensch ohne Rang und Namen, das wahre Ich mit absoluter Freiheit, das nirgendwo haftet."

Zen-Meister Rinzai

 

„Verstehen ist Liebe.“

Thich Nhat Hanh

 

„Diese Praxis:  furchtlos die zu sein, die wir sind – genau die Person, die wir auf natürliche Weise sind,  ohne Affektiertheit oder Angeberei – erfordert eine große Integrität und ebenso große Demut.“

Maurine Stuart

Herzlich willkommen in der „Sangha Ohne Rang und Namen“, die sich in der Traditionslinie von Meister Rinzai versteht,  sich aber auch von anderen Meisterinnen und Meistern inspirieren lässt, die oft, wie wir selber, „ohne Namen und Rang“  ihren Weg gehen.  Diese Sangha, die noch im Entstehen begriffen ist, hat auch einen Künstlernamen für den Weg, den sie geht: „SCHLAMM & BLÜTE-Weg“.

Die Gründerin selber kennt sich hier gut aus, und steht doch täglich neu am Anfang.

In Praxis und Studium, bei allen sozial engagierten Aktivitäten, in unserem künstlerischen Ausdruck und auf unseren Heilungs- und Transformationswegen, negieren wir weder die Blüte im Schlamm, noch den Schlamm in der Blüte. Mit wachsendem Mitgefühl kümmern wir uns um unsere individuellen und kollektiven Schattenseiten, als Angehörige von Gruppen und anderen Kollektiven, machen sie uns bewusst und nehmen sie zu uns.

Wir wissen, dass wir aktiv zum Frieden beitragen, wenn wir uns mit dem Schlamm befassen,  seine Erscheinungsformen erspüren, studieren, publizieren. Wir sind uns ferner schmerzlich bewusst, dass sogar der Schlamm am Ufer unserer Flüsse und Teiche hoch-giftig sein kann, so dass wir uns für dessen Reinigung oder Schutz vor ihm einsetzen müssen. Frieden sehen wir eher als etwas Dynamisches, als Prozess, als Verb, weniger als einen anhaltenden Zustand, für dessen Erhalt wir nicht verantwortlich wären.

Als Schlamm bezeichnen wir auch das individuelle und kollektive Unbewusste, dessen Äußerungen und Sprache wir immer tiefer erforschen möchten, um noch tieferes Verstehen zu erlangen.

Kindern, Jugendlichen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, geflüchteten Menschen stehen unsere Tore weit offen;  Sprachprobleme wollen wir aktiv und kreativ angehen.  In der Stille lösen sich unsere trennenden Sprachprobleme ohnehin auf.

Es geht ja doch bei allen unseren Bemühungen stets darum, „ein offenes, fürsorgliches Herz zu entwickeln“, wie Zen Meister Genjo Marinello oft sagt. Diese Sprache werden wir mit Sicherheit besser sprechen lernen, wenn wir unsere Wurzeln tief ins Kissen und in Mutter Erde hinein senken.

Ich bin heute dankbar für den Schlamm und die diversen Vorstadien des Blühens, mancher Same ist auch gar nicht aufgegangen. Denn ich wäre nicht die, die ich heute bin: Überwiegend tief glücklich. Und sehr, sehr dankbar.

Danke, dass Du hier bist!

Monika Jion

Meine Gebetskette (Mala) mit den Namen meiner UnterstützerInnen

Über mich

Monika Jion Winkelmann, Zen begeistert...

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