"In diesem Körper [...] existiert etwas, der wahre Mensch ohne Rang und Namen, das wahre Ich mit absoluter Freiheit, das nirgendwo haftet."

Zen-Meister Rinzai

 

„Verstehen ist Liebe.“

Thich Nhat Hanh

 

„Diese Praxis:  furchtlos die zu sein, die wir sind – genau die Person, die wir auf natürliche Weise sind,  ohne Affektiertheit oder Angeberei – erfordert eine große Integrität und ebenso große Demut.“

Maurine Stuart

Herzlich willkommen bei der „Ohne Rang und Namen“-Sangha, Bonn!

Ich, Monika Jion (Jion ist mein spiritueller Name, er bedeutet „Klang des Mitgefühls“), bin die Sprecherin der frisch-gegründeten Sangha und seine Koordinatorin.

Bis vor Kurzem nannten wir uns schlicht: Rinzai-Zen-Studien-Gruppe. Wer gehörte dazu? Eingeladen waren alle, die am ersten Sesshin mit Genjo Marinello im Februar 2015 teilgenommen hatten. Der Zen-Priester Marinello reiste mit seiner Frau Carolyn Stevens Sensei zum ersten Mal nach Bonn und bot das 3-Tage-Sesshin „ZEN ALS WEG ZU REIFE“ an. Drei von uns gründeten daraufhin voller Begeisterung die Rinzai-Zen-Studien-Gruppe (ab März 2015) und  beschlossen, vierteljährliche Zazenkais (Zen-Übungstage ohne Lehrer) abzuhalten.  Osho (das bedeutet, voll ordinierter Tempel-Priester oder Abt) erklärte sich bereit, an jedem dieser Übungstage für ein Gespräch per Skyping („Mondo“: Schüler fragen, der Lehrer antwortet) bereit zu stehen.

Wieder luden wir den Abt aus Seattle ein und trainierten unter seiner sorgfältigen Leitung Rinzai-Zen im wunderschönen Hof Kuppen, wo wir nun schon drei starke und seh besondere Sesshins erleben konnten, diesmal unter dem Titel: „ZEN ALS WEG ZU 'BLAUER-HIMMEL-GEIST“, 4 Tage lang.  Für eine Weile leiteten der Mönch Armin Müller und ich die Zazenkais, die zwei Jahre lang alle drei Monate ganztägig stattfanden, sowie die wöchentlichen Meditationen.  Seit Herbst 2016 koordiniere ich die Gruppe alleine.

Nach einer Umstruktierungsphase entwickelte sich ein Bild, das mit dem 3. und 5-tägigen Sesshin mit Genjo Marinello „ZEN ALS WEG ZU DEINER TIEFEN NATUR“ eine vorläufige Klarheit erkennen lässt, mit folgenden Merkmalen:

  • Der Name, einem Zitat von Zen-Meister Rinzai entnommen, kam mir durch eine Eingebung während des 8-tägigen Rohatsu-Sesshins im Dezember 2015, auf einer Halbinsel bei Seattle: Die Sesshin-TeilnehmerInnen in Deutschland stimmten im Februar 2017 der Gründung der „Ohne Rang und Namen“-Sangha zu.
  • Nachdem Genjo Osho mich im Sommer 2015 authorisiert hatte, Einführungen in Rinzai-Zen geben zu dürfen, biete ich diese alle zwei Monate an.

Die Zen-Übungstage mit Einführung, offenem Brunch und Zazenkai + Skype-Mondo mit Genjo Osho finden alle bei Thomas Christaller Sensei in Bonn-Dottendorf statt, im Zentrum für Lebenskunst & Bewegung.

  • Seit Herbst 2016 findest Du (fast) wöchentlich zwei Angebote auf meiner Homepage – und demnaechst auf einem Flyer – im „Refugium“ bei mir zu Hause. Wenn die Gruppe größer wird, wird sich ein angemessener Raum finden.

Die „Ohne Rang und Namen“- Sangha ist eine bunte, kreative, ernsthafte Truppe mit viel Schwung und Pioniergeist, manche von uns haben noch andere  LehrerInnen oder gehören noch anderen Traditionen an.  Das hat den Vorteil: Du kannst mitgestalten.  Deine Ideen, Deine speziellen Zutaten werden willkommen geheissen! Dabei versuchen wir gleichzeitig, die gelernte Form sorgsam zu üben, den Rinzai-Geist zu durchdringen und zu wahren, die Sprache, ob Japanisch oder Englisch aus Respekt, der Einfachhalt halber oder zu unserer geistigen Erweiterung zu nutzen. Manches wurde schon und wird noch ins Deutsche übersetzt. Nicht jede Tradition werden wir einfach übernehmen, sondern sie hinterfragen und dem modernen westlichen Buddhismus und wie wir Humanismus im weitesten Sinne verstehen, anpassen. Ob das immer gelingt und noch konsistent bleibt, müssen wir immer wieder kritisch überprüfen, Genjo Osho und andere zu Rate ziehen. So wirst Du zum Beispiel bei allen unseren Treffen immer das „Zen-Kreis-Gespräch“ („Council“) antreffen, in dem wir vom Herzen her teilen, was in uns lebendig ist.

„Ohne Rang und Namen“: Was bedeutet das für mich? Für Dich? Für uns? Was hat Zen-Meister Rinzai bewogen, diese Metapher in den Mittelpunkt seiner Lehre zu stellen, und warum fühlen sich zahlreiche seiner Nachfolger gerade von diesem Bild angezogen? Meinen wir Heutigen dasselbe wie Meister Rinzai damals?

Mir persönlich bedeutet gerade dieses Zitat für eine durch mich ins Leben gerufene Sangha sehr viel!

Ich kann keinen einzigen Titel vorweisen, habe ein abgebrochenes Studium, lange Therapien und ebenso lange Ausbildungs- und Weiterbildungszeiten ohne nennenswerte Abschlüsse (ausser dem zertifizierten Abschluss als „Poesiepädagogin“ und der „Zwiegesprächsberaterin/supervisorin“).  Nachweisen kann ich eine erwachsene, liebenswerte Tochter, gute Freunde und Kollegen, eine Handvoll sehr guter Freunde „vor Ort“ und bestimmt zehn Hände voll von Zen Peacemaker- und Zen-Freundinnen und -Freunden, die mich nährten und nähren, mein Herz mit Süße füllen und meine Augen mit Tränen, wenn ich nur an sie denke. WIE WUNDERSAM. Nicht wenige von ihnen sind Juden. Wie sehr freue mich darüber, staunend.

Hunderte – oder sind es jetzt schon eintausend? Bestimmt! – von GruppenteilnehmerInnen in meinen Schreibworkshops, in der FrauenSchreibschule, in den Jahrestrainings für Paare, in den Ferien-Workshops für Kinder, in den mehrjährigen Dialog-Werkstätten und Councils für Kriegskinder und ihre Nachfolger, in den Meditations- und Achtsamkeitsgruppen, den GfK-Gruppen, den Zen-Peacemaking-Gruppen…, alle, alle haben sie viel mehr dazu beigetragen haben, wer ich jetzt und heute bin, als sie sich jemals vorstellen können! Nebst meinen Familienmitgliedern, meinen drei Schwestern, meinem Ex-Mann Reiner und zahllosen unbekannten Helfern auf dieser Erde!

Nachweisen kann ich außerdem ein mehrfach gebrochenes Herz, ein paar Menschen, die ich als LehrerInnen erklärte und mit denen ich einen Weg zusammen ging und gehe:  Einer davon ist Genjo Marinello. Seit gut vier Jahren. Ich kann keine Worte für die Tiefe meiner Dankbarkeit und Berührtheit finden.

Bislang habe ich an zehn Sesshins mit Genjo teilgenommen: Ein Wochenendsesshin in Birmingham, drei von mir organisierte in Bonn, sechs in Seattle. Ich plane, am Sommer-Sesshin im Juni in Seattle teilzunehmen und weiter zu üben.

Acht Zeugnis-Ablegen-Retreats (fünf in Auschwitz; eines in Lampedusa – selber kreiiert und koordiniert, von Frank De Waele Roshi geleitet -; eines mit Lakota-Indianern in den Black Hills, Süd-Dakota, USA; eines in Piräus/Athen im Dienste von Flüchtlingen in einem Lager am Hafen) in sieben Jahren haben mich bis aufs Mark erschüttert und geformt.  Ich plane, in diesem Jahr an zwei weiteren teilzunehmen: In Bosnien/Herzegowina im Mai, und im September in Lampedusa – selbst organisiert). Alle Retreats haben mich immer weiter und immer tiefer dem unaussprechlichen Leiden von uns Menschen und Wesen geöffnet, das wir einander zufügen, das wir uns selber zufügen, und wir wir ihm begegnen können im Geist von Nicht-Wissen. Gleichzeitig wurde ich präsenter für die immer anwesende „Loving Presence“ und wie wir diese verkörpern können!

Bernie Glassmann Roshi hat die Samen zu ALLEM, was durch die Lektüre seines Buches „ZEUGNIS ABLEGEN“ – im Waldhaus ca. 2007 gefunden und seitdem, was die Zenpeacemakergelübde auf den letzten Buchseiten angeht, täglich praktiziert – angestossen worden ist, gelegt. Ihm gegenüber, seinem Mut, seiner Visionskraft, seiner Geduld und Ausdauer…, bleiben mir nur: Neun Verbeugungen und ein aus tiefstem Herzen kommendes DANKE.

Ich hoffe nachzuweisen, dass in dieses immer wieder brechende Herz immer mehr Licht scheint:

An all diesen Orten, inneren wie äußeren, ob in meinen Workshops mit mehrfach traumatisierten Menschen oder an den Orten von Genoziden und äußersten Leiden:
Ich lernte, dass Rollen und Roben/Titel nichts sind ohne die ehrliche, authentische Person, die durch ihr bloßes Sein wirkt.
Ich lernte ferner, dass Rollen und Titel täuschen können, in JEDER nur erdenklichen Weise: Ob ich sie habe oder nicht, ob ich sie ersehne oder nicht,
ob ich auf sie bewusst verzichte oder nicht, ob jemand anders sie innehat oder nicht.
Besonders der Zen-Buddhismus lehrt mich, Täuschungen zu erkennen, ihnen zu widerstehen, sie zu vermeiden und zu überwinden. Manchmal auch, sie einfach zuzugeben. SEHR PEINLICH!

Zen-Meister Rinzei spricht von der „Wahren Person“. Im Judentum spricht man vom „Mensch“: Jemand, der ein „Mensch“ ist, hat all das Getue und Gemache und jeglichen Selbstschutz hinter sich gelassen.

Ich möchte einfach nur ein Mensch sein. Mit Deiner Hilfe.

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

ich habe Deine Geduld strapaziert. Bitte habe ein Nachsehen mit einer, die schon viel erlebt hat, mit bald 65 Jahren, im Guten, wie im weniger-Guten oder Schlechten, und die sich schlecht kurz fassen kann und dies vielleicht sogar gar nicht will.

Mitnehmen möchte ich Dich auf die drei Wege zur Ganzheit, wie hier auf meiner Homepage repräsentiert.

Wissend, dass:

  • ohne Schlamm keine Blüte
  • ohne Schattenarbeit keine Ganzheit
  • ohne dauernde Übung keine Stabilität
  • ohne Erde kein Himmel (und umgekehrt)
  • ohne Du kein Ich (und umgekehrt)
  • ohne Erfahrung der Einheit allen Seins keine Befreiung

 

Aber getrennt ist keiner dieser Wege von den anderen beiden.

Meine Gebetskette (Mala) mit den Namen meiner UnterstützerInnen

Über mich

Monika Jion Winkelmann, Zen begeistert...

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Termine mit Genjo Marinello Osho

Mo, 22.01.2018, 16:00 Uhr bis Sa, 27.01.2018 0:00 Uhr
5-Tage-Zen-Sesshin mit Genjo Marinello Osho
Di, 23.01.2018, 9:00 Uhr
Mini-Sesshin mit Genjo Marinello Osho